News „Waldbrände mit Wissen bekämpfen“

News „Waldbrände mit Wissen bekämpfen“

Projektziel

Im April und Mai 2025 führt Animalma mit den Fachspezialisten der @fire Schweiz und unserem Partner vor Ort, den freiwilligen Waldbrandbekämpfern «Jaguares», drei zweitägige Trainings in der Waldbrandbekämpfung für Ranger und freiwillige Feuerwehrleute im Norden Boliviens durch.

Effiziente Taktiken und Einsatz von Hilfsmitteln bei der Brandbekämpfung, aber auch Themen wie Krisenorganisation, Logistik und Ernährung stehen dabei im Fokus. Zudem sollen die zwei Wochen für einen wertvollen Erfahrungsaustausch zwischen den Feuerwehrmännern und -frauen aus Bolivien und der Schweiz genutzt werden.

Hier geht es zur Kampagne mit dem ausführlichen Projektbeschrieb.

Aktueller Stand

Die Fachspezialisten der @fire sind gerade mitten in der Erarbeitung der Kursinhalte und des Ablaufs, währenddem bei Animalma die Finanzierung und Gesamtorganisation des Einsatzes im Zentrum steht.

Drei Monate nach Lancierung unserer Fundraising-Kampagne Waldbrände mit Wissen bekämpfen sind bereits stolze CHF 7’045.- an Spenden eingegangen. Mit diesem Betrag können wir die Kosten der rund 60 Teilnehmenden und die Organisation vor Ort sowie die Logistik und Unterkünfte des Schweizer Fachteams sicherstellen.

Für diesen wertvollen Meilenstein möchten wir uns an dieser Stelle bei den folgenden Spender:innen herzlich bedanken:

  • Nicolas Entrup
  • Jürg Stein
  • Christian Küpfer
  • Tanja Frei
  • Seifenkistenrennen Freienwil
  • Allen Teilnehmenden des Vortrags 60+ in Oberentfelden
  • Fredi Keller
  • Raiffeisenbank Surbtal-Wehntal Genossenschaft
  • Andrea Spalinger
  • Helena Turienzo
  • Patrick Wigert
  • Alessio Gretz vom Restaurant Weisser Wind
  • Christine Keller
  • Garage Louis Frey
  • Darleen Gloor
  • Daniel Müller mit der trigger it GmbH
  • alle anonymen Unterstützer:innen

Next steps

Unser nächstes Zwischenziel liegt bei CHF 9’000.- Spendeneinnahmen, damit auch die Verpflegung der Fachleute während dem zweiwöchigen Einsatz gedeckt sein wird. Hilfst Du mit?

Unterstützen kannst Du uns auch mit Deiner Teilnahme am Jubiläumsfest von Animalma am 08. März 2025. Alle Einnahmen des Abends gehen vollumfänglich an diese Kampagne.

Schlussspurt

Das grosse Endziel wird die Finanzierung der Flüge nach Bolivien sein; Prio haben die Flüge der @fire-Crew (CHF 8’500.-) und zuletzt der von Animalma (CHF 1’700.-).

Alle 6 Personen sind bereit, bei Nichterreichung des Finanzierungsziels die Reisekosten nach Bolivien selbst zu bezahlen. Eine wunderschöne Geste, die das persönliche Engagement der Involvierten für dieses Projekt hervorhebt und uns von Animalma tief berührt.

Vorerst halten wir am gesamten Finanzierungsbetrag von CHF 19’190.- fest und verfolgen dieses ambitiöse Ziel weiter. Denn aus diversen vergangenen Erlebnissen glauben wir an Wunder und daran, dass wir im Kleinen immer wieder Grosses bewirken können.

Jeder Betrag zählt – jeder Betrag rettet ein Stück Amazonas.

Jubiläums-Newsletter

Jubiläums-Newsletter

10 Jahre Animalma

Liebe Animalma-Family

Heute vor 10 Jahren wurde unser Verein gegründet – aus einer fantastischen und etwas wahnwitzigen Idee wurde Wirklichkeit und ein noch unbekannter Weg eröffnete sich. Ich muss zugeben, meine anfängliche Naivität schnell und einfach Spenden in der Schweiz für Bolivien zu generieren, wurde noch schneller von der Realität eingeholt. Fundraising ist harte Arbeit, ein Projekt wie Animalma hochzufahren ebenso.
Und so führte mich dieser Weg durch Höhen und Tiefen, aber von Anfang an bis heute begleiten mich immer wieder wunderbare Unterstützer*innen, inspirierende Begegnungen kommen genau im richtigen Moment und all die kleinen und grossen Wunder, die wir in den letzten 10 Jahren in Bolivien bewirken konnten, geben mir immer wieder Kraft, um vorwärtszugehen.

Ohne Euch, liebe Animalma-Family, wäre all das ein Traum geblieben. Darum möchte ich mich an dieser Stelle von ganzem Herzen für Euren fortwährenden Support bedanken.

In diesem ganz besonderen Jubiläums-Newsletter erzähle ich Euch von meiner vergangenen Reise nach Bolivien, was unser Einsatzland aktuell gerade bewegt und welch wunderbare Meilenstein im nächsten Jahr ansteht.

Bolivien-Reise 2024

Bepackt mit meiner Trekking-Ausrüstung und rund CHF 400.- aus der Mini-Kampagne machte ich mich im Juli für drei Wochen auf die Reise in meine zweite Heimat.

Auf dem Weg in den Dschungel durfte ich bei unserem letzten Stop in der Zivilisation die freiwilligen Feurwehrleute von Ixiamas kennenlernen. Sie sind Teil der Waldbrandbekämpfer Jaguares, die wir mit Animalma seit zwei Jahren unterstützen. Es war mir eine grosse Ehre, diese von Frauen geführte Truppe persönlich zu treffen und ihnen ihre Einsatzshirts zu überreichen, die das Animalma-Logo tragen.

Inspiriert von dieser Begegnung und voller Vorfreude ging unser 10-tägiges Abenteuer im Madidi Nationalpark los. Zwei Tage wanderten wir mit Sack und Pack durch das Dickicht, bis wir den Rio Madidi erreichten. Mit selbstgebauten Flossen drifteten wir sechs Tage den Fluss runter und beobachteten die wunderbare Tier- und Pflanzenwelt des bolivianischen Amazonas. Jeden Abend schlugen wir unser Camp auf, entzündeten ein Feuer, um zu kochen und philosophierten danach während Stunden über die Natur und ihre Bedrohungen, die Herausforderungen in Bolivien und lauschten den Geschichten der Ranger.
Aus dem Dschungel raus ging es dann wieder zwei Tage zu Fuss über umwegiges Gelände, das jeden von unserer Sechsergruppe auf die ein oder andere Art an seine / ihre Grenzen brachte.

Gerne nehme ich Euch über folgende Galerie mit auf unser Madidi-Adventure…

Was mich am meisten bewegte war einerseits diese unglaubliche Ruhe, die sich fernab von der Zivilisation einstellt und auch den Kopf und das Herz ruhen lässt. Wir kommen zurück in einen natürlichen Rhythmus, stehen mit der Sonne auf und sind so viel zufriedener, wenn wir nur das haben, was wir wirklich brauchen. Eine Tasse Kaffee wird zum Luxus, ein Bad im Fluss fühlt sich nach Wellness an und der Chor der Brüllaffen ist das beste Konzert schlechthin.

& dieses Gefühl durch einen intakten Urwald zu streifen, seine Vielfalt und sein natürliches Gleichgewicht zu sehen und in tiefer Ehrfurcht unter einem 400-jährigen Baum zu sitzen – einfach unbeschreiblich… befreiend, inspirierend, zutiefst bewegend.

Zurück in der Zivilisation…

…machten wir erneut einen Zwischenhalt in Ixiamas und ich nutzte die Gelegenheit, um mit einem Teil der Bolivien 24-Spenden einen 1000l Wassertank für die Feuerwehrfrauen von Ixiamas zu kaufen.

Die Freude war riesig und dieses Equipment ist für die freiwilligen Feuerwehrleute von enormer Bedeutung, weil damit im Brandfall wertvolle Zeit eingespart werden kann.

Die restlichen Spenden übergab ich meiner Freundin und Tierärztin Carla und liess somit ihren Traum wahrwerden, mit einer eigenen Kampagne Hunden und Katzen nahe von Naturschutzgebieten mit Parasiten- und Vitaminbehandlungen zu helfen. & somit eben auch die Wildtiere vor Parasiten zu schützen. In zwei Tagen behandelten drei Tierärztinnen mit der Unterstützung von Freiwilligen über 200 Tiere. Sie toppten das Ganze noch mit Aufklärungslektionen für Kinder in der Primarschule von Ixiamas.

Gerne teile ich mit Euch die berührenden Eindrücke von diesem wunderbaren Einsatz im folgenden Video:

Einmal mehr zeigen diese zwei Beispiele, wieviel wir durch Animalma in Bolivien bewegen können. Danke an Katrin, Fabian und einen anonymen Supporter für Eure Spenden – Ihr habt diese zwei Wunder Realität werden lassen.

Natürlich besuchte ich auf dieser Reise auch das Tierreservat Senda Verde. Ich bin froh, dass sie über ein beständiges und engagiertes Team verfügen, das sich um die über 1000 Wildtiere kümmert und ihre Aufklärungsarbeit in Form von geführten Touren insbesondere von der lokalen Bevölkerung genutzt wird. Ganz besonders feiere ich auch ihr Wildbienenprojekt, die Schmetterlingsaufzucht und dass Senda Verde ihre Besuchenden dadurch auch über die kleinsten und doch so essenziellen Lebewesen sensibilisiert.

Wir unterstützen Senda Verde weiterhin über den Notfallfonds bei der Grundversorgung:

#SOSSenda Verde – Notfallfonds

Hilf dem Tierreservat Senda Verde durch die Nachwehen der Corona-Krise (ja, sie sind in Bolivien noch immer spürbar!).

Der Notfallfonds bietet Soforthilfe an Futtermitteln und medizinische Versorgung für die über 1000 Tiere des Reservats.

Bolivien aktuell

Seit meiner Rückkehr steht Bolivien wortwörtlich in Flammen – es ist eine der schlimmsten Brandsaisons der letzten Jahre. 100’000 km2 Hektaren Wald und Savannen sind den Flammen zum Opfer gefallen; gemäss Biologen sind rund 10 Millionen Wirbeltiere verendet. Das sind Zahlen und Auswirkungen, die unsere Vorstellungskraft übersteigen und mich zutiefst erschüttern.

Eindrücke der diesjährigen Waldbrände in Bolivien

Deshalb war und bin ich die letzten Wochen mit Soforthilfe für die Ranger und die freiwillige Feuerwehr beschäftigt. Eine erste Hilfslieferung in Form von Verpflegung und Benzin für die nötige Logistik ging im September an die Schutzgebiete San Matias und in den Noel Kempff Mercado.

Anfang Oktober erreichte mich erneut ein Hilferuf aus dem UNESCO-Weltnaturerbe Noel Kempff. Die Ranger und Freiwilligen standen einem 60 km langen Brandabschnitt gegenüber – die einzige Lösung: mit einem Skidder (einem grossen Forstfahrzeug) Brandschneisen ziehen.
Aus der Not heraus schrieb ich kurzerhand ein Mail an Euch alle und bin immer noch überwältigt: die CHF 1’000.- für den benötigten Treibstoff kamen innerhalb von 24 h zusammen!

Es sind so viele Spenden eingegangen, dass wir darüber hinaus auch das Schutzgebiet San Matias erneut unterstützen konnten und aktuell mit den Rangern in Abklärung sind, wie wir die restlichen sage und schreibe CHF 1’750.- zum Einsatz bringen werden.

Dank kürzlichen Regenfällen hat sich die Situation aktuell etwas entschärft und die erlösende Regenzeit steht im November an. Was bleibt ist eine irreparable Schädigung diverser Ökosysteme und Artbestände, der Verlust der Lebensgrundlage von vielen Indigenen, Wut und Enttäuschung in der Bevölkerung dem Staat gegenüber und eine Regierung, die diese Brandrodungen aktiv fördert und deren «Hilfeleistungen» pure Farce sind.

Um diesen Abschnitt doch noch mit einem Hoffnungsschimmer abzuschliessen, möchte ich mit Euch eine Geschichte teilen. Sie ist geschrieben von Fabiola, eine in der Schweiz lebende Bolivianerin, die mich und Animalma seit vielen Jahren begleitet und die inspiriert von meinem Hilfeaufruf ihren Schmerz im geschriebenen Wort ausdrückt.

Tränen aus Asche, Keime der Hoffnung

Lágrimas de Ceniza, Brotes de Esperanza

Ausblick aufs kommende Jahr

& hier kommt er endlich, der Meilenstein, der nächstes Jahr auf uns wartet und Animalma zu neuen Ufern bringen wird!

In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation @fire, die Feuerwehrleute seit vielen Jahren in der Waldbrandbekämpfung ausbildet und Einsatzkräfte in Krisengebiete entsendet, organisieren wir nächsten Frühling drei zweitägige Trainings in Bolivien für Ranger verschiedener Naturschutzgebiete und für unsere freiwilligen Waldbrandbekämpfer Jaguares.

Ich bin wahnsinnig stolz, dass ich im April 2025 mit fünf Fachspezialisten aus der Schweiz nach Bolivien reisen und diese präventive und nachhaltige Massnahme realisieren darf. Bis dahin gibt es noch viel zu tun: die Kursinhalte werden von den Fachleuten erarbeitet, mögliche Sponsoren gesucht, die Reise und Logistik organisiert und insbesondere die Finanzierung muss sichergestellt werden.

Darum teile ich mit Euch die dazugehörende Online-Kampagne, die den Startschuss dieses wunderbaren Vorhabens repräsentiert:

Waldbrände mit Wissen bekämpfen

Trainings in der Waldbrandbekämpfung für Ranger und freiwillige Feuerwehrleute in Bolivien – mit den Fachspezialisten von @fire, getragen von Animalma

Bevor es im April auf dieses Abenteuer losgeht, hoffe ich Euch im März 2025 persönlich zu sehen. Denn dann feiern wir am nächsten Jubiläumsfest – wenn auch etwas verspätet – doch noch 10 Jahre Animalma!
Genaue Infos folgen spätestens im nächsten Newsletter anfangs Jahr. Bis dahin wünsche ich Euch eine schöne Zeit und sende Euch nochmals ein herzliches DANKESCHÖN für all Eure Unterstützung über die letzten 10 Jahre, für Eure Begleitung auf diesem verrückten und doch wunderbaren, gemeinsamen Weg.

Eure Sarah
von Animalma

Waldbrände mit Wissen bekämpfen

Waldbrände mit Wissen bekämpfen

Kurzbeschrieb / Summary

Animalma führt in enger Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Hilfsorganisation @fire im April / Mai 2025 erstmalig drei Trainings für Ranger verschiedener Naturschutzgebiete und freiwillige Feuerwehrleute in Bolivien durch.

Den Teilnehmern wird während zwei Tagen in theoretischen Lektionen und praktischen Übungen das taktische Wissen und der effektive Einsatz von Hilfsmitteln bei der Waldbrandbekämpfung vermittelt.

Der Kurs wird an drei Standorten – alle angrenzend an verschiedene Naturschutzgebiete – im Norden Boliviens durchgeführt und beinhaltet ebenfalls die erweiterte Ausbildung von Instruktoren für eine nachhaltige Wissensvermittlung vor Ort (teach the teacher).

Diese Aus- und Weiterbildung ist für den Erhalt der stark bedrohten Biodiversität Boliviens von zentraler Bedeutung und soll durch die Unterstützung von Förderstiftungen und Gönner*innen über die nächsten 5 – 10 Jahre regelmässig durchgeführt werden.

Das vorliegende Projekt bezweckt die Finanzierung der ersten Durchführung dieses bedeutenden und nachhaltigen Vorhabens im 2025. Die Finanzierungssumme von CHF 13’355.- beinhaltet sämtliche Vorbereitungen vor Ort, die Kostendeckung für die rund 60 Teilnehmenden sowie die Reise und Unterkunft für die Fachkräfte aus der Schweiz.

Aktueller Stand

News „Waldbrände mit Wissen bekämpfen“

Per Ende 2024 liegt der Finanzierungsstand bei CHF 7’045.- und die Vorbereitungen seitens @fire Schweiz und Animalma laufen auf Hochtouren.

Projektinhalt

Ziele
Ausgangslage
Das Herzstück – die Wissensvermittlung
Die Zielgruppe / Teilnehmenden
Der Verstand – die Ausbildner
Die Stimmen – in Bolivien und der Schweiz
Das Budget

Globalziel

Unterziele

  1. Optimierung des bestehenden Kurses gemäss den neusten Erkenntnissen in der effektiven Vegetationsbrandbekämpfung dank der Expertise von @fire Schweiz
  2. Der Fokus des Kurses liegt auf dem effizienten Einsatz der vorhandenen Mittel und Möglichkeiten vor Ort und verbessert die Reaktionszeit, Sicherheit und Selbstorganisation bei Brandsituationen in und um Naturschutzgebiete.
  3. Pro Standort werden zwei bis drei Personen zu Instruktoren ausgebildet, um eine nachhaltige Wissensvermittlung und eine effiziente Krisenorganisation zu gewährleisten.
  4. Beratung bezüglich Beschaffung von Lösch- und Schutzmaterialien und wo möglich Sponsoring / Finanzierung der Ausrüstung.
  5. Evaluation und Weiterentwicklung der Kursinhalte gemäss den Erkenntnissen während der ersten Durchführung und insbesondere nach dem ersten Jahr der Anwendung durch die Teilnehmenden.
  6. Anbieten des Kurses über die nächsten 5 – 10 Jahre, ggf. ergänzt durch Entsendung von Spezialkräften der @fire in Krisengebiete.

Die Ausgangslage

Die Naturschutzgebiete und somit Boliviens Biodiversität stehen unter einem starken Zugzwang; die Landwirtschaftszonen werden durch Abholzung und Brandrodungen immer weiter ausgedehnt und die Klimakrise ist auf dem südamerikanischen Kontinent durch langanhaltende Dürreperioden und kurze, wenig ertragsreiche Regenzeiten deutlich spürbar.

Grossflächige Brände – wie hier im UNESCO-Weltnaturerbe Noel Kempff Mercado im 2024 – sollen durch dieses Projekt effektiver bekämpft und durch präventive Massnahmen eingedämmt / verhindert werden.

Die Ranger dieser wertvollen Schutzzonen verfügen über ein breites Wissen und langjährige Erfahrung in ihrem Arbeitsgebiet, stehen jedoch unter politischem Druck. Zudem fehlt ihnen oft die grundlegende Ausrüstung, Logistik und Organisation, um Bränden schnell und effizient entgegenzuwirken.

Die Initiative der freiwilligen Waldbrandbekämpfer «Jaguares» wurde vor zwei Jahren durch Marcos Uzquiano ins Leben gerufen und zählt aktuell rund 60 Mitglieder aus der Zivilbevölkerung. Durch die Unterstützung von Animalma verfügen sie über ein Zentrallager mit Brandbekämpfungs- und Schutzmaterialien und Grundwissen in deren Anwendung. Marcos Uzquiano ist aktuell der einzige Ausbildner und Koordinator im Krisenfall.

Der Verein @fire bildet seit über 10 Jahren ihre Mitglieder in der überregionalen Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung aus und entsendet Spezialkräfte weltweit zu Einsätzen bei Naturkatastrophen. Animalma ist seit 10 Jahren in Bolivien aktiv und unterstützt seit 2021 die Ranger und Freiwilligen mit Sachspenden, dem Entsenden von Hilfstrupps in Krisengebiete und mittels Unfallversicherungen und Grundausbildungen in der Brandbekämpfung.

Nun ist die Zeit gekommen, die gemeinsame Passion von @fire, den Jaguares und Animalma in der Waldbrandbekämpfung und somit dem Erhalt unserer Natur zu vereinen. Mit dem ausserordentlichen Fachwissen von @fire, dem Netzwerk von Animalma und dem Engagement der Jaguares können wir in Bolivien einen wahrhaftigen und nachhaltigen Impact generieren; für die Ranger und freiwilligen Feuerwehrleute, für die Naturschutzgebiete, für den Amazonas, für die Biodiversität und für die Zukunft von uns allen.

Das Herzstück – die Wissensvermittlung

Der zweitägige Kurs, der in Rurrenabaque, Ixiamas und San Borja je einmal durchgeführt wird, vermittelt den Teilnehmenden in theoretischen Lektionen und praktischen Übungen:

  • Effektive Mittel und Taktiken zur Vegetationsbrandbekämpfung
  • Optimaler Einsatz der vorhandenen Tools wie Löschrucksäcke, Löschpaddles, Macheten, Harken und Schutzmaterialien
  • Erste Hilfe und Evakuierung von Verletzten
  • Einsatzführung und Krisenorganisation
  • Weiterführende Themen wie optimale Ernährung, Standorte von Camps und Kommunikation via Funk bei Einsätzen in Brandgebieten

Am Ende des ersten Kurstages bereiten die Fachspezialisten zusammen mit den zukünftigen Instruktoren den zweiten Teil der Ausbildung vor und führen diesen gemeinsam durch.

Die Zielgruppe

Die Ranger der Naturschutzgebiete

  • Parque Nacional Madidi: beherbergt von den schneebedeckten Anden bis in den tropischen Amazonasregenwald auf 18’958 km2 eine der höchsten Artenvielfalten weltweit
  • Pilon Lajas: grenzt an den Madidi Nationalpark und schützt auf 4’000 km2 den Hochlanddschungel der Region Yungas und insbesondere auch deren indigene Völker
  • Territorio Indigena y Parque Nacional Isiboro Sécure TIPNIS: ist Nationalpark sowie indigenes Territorium, seine 13’721 km2 stehen im Brennpunkt zwischen der ausdehnenden Landwirtschaft und den Rechten der indigenen Bevölkerung Boliviens
  • Reserva de biosfera Estación Biológica del Beni (EBB): liegt im gleichnamigen Departement Beni und schützt auf 1’350 km2 wichtige Wasserquellen sowie Sumpfgebiete und spielt eine zentrale Rolle in der ökologischen Balance dieser Region.

Pro Schutzgebiet rechnen wir mit 3– 5 Rangern, die an der Ausbildung teilnehmen und von denen 2 – 3 Personen zu Instruktoren ausgebildet werden.

Zudem haben wir Ranger aus dem Osten des Landes eingeladen, deren lange Anreise ebenfalls über das vorliegende Projekt finanziert werden soll.

Die Organisation der freiwilligen Waldbrandbekämpfer «Jaguares» wurden auf Initiative von Naturschutzaktivist und Ranger Marcos Uzquiano ins Leben gerufen. Die rund 60 Mitglieder sind auf drei Standorte verteilt

  • Rurrenabaque / San Buenaventura: hier liegt das Zentrallager dieser Freiwilligenorganisation. Sie rücken bei Bränden rund um die Schutzgebiete Madidi & Pilon Lajas aus.
  • Ixiamas: eine engagierte, von Frauen geführte Gruppe von 20 freiwilligen Feuerwehrleuten am östlichen Rand des Madidi Nationalparks
  • San Borja: zentral im Beni-Schutzgebiet gelegen, unterstützen die Freiwilligen aus verschiedenen Dörfern die Ranger beim Monitoring von Brandherden und in der Bekämpfung von Bränden

Pro Standort rechnen wir mit 15 Freiwilligen, die an der Ausbildung teilnehmen.

Der Verstand – die Ausbildner

Die Fachspezialisten aus der Schweiz analysieren die vorhandenen Ausbildungsinhalte, die Bedürfnisse und spezifischen Umstände in Bolivien und definieren anhand der vorhandenen Mittel und Möglichkeiten die Lernziele und einen eigens zugeschnittenen Kursablauf.

Sie stellen ihre Expertise und Zeit für diese essenzielle Vorbereitung in der Planungsphase sowie für die Kursdurchführung vor Ort kostenlos zur Verfügung. Der Wert dieser Eigenleistung beläuft sich auf CHF 6’125.-. Gedeckt werden ihre Reisekosten und die Unterkunft in Bolivien.

Die Stimmen – in Bolivien und der Schweiz

Marcos Uzquiano übernimmt die Organisation der Teilnehmenden und stellt die Infrastruktur an den Schulungsstandorten sicher. Er fungiert als Übersetzer während den Kursen und begleitet den gesamten Einsatz. Diese wichtige Arbeit und Schlüsselrolle, ohne die dieses Projekt nicht durchführbar wäre, wird entlöhnt und ist folglich im Finanzierungspaket enthalten.

Sarah Fehr ist während den Vorbereitungen die Schnittstelle zwischen dem Schweizer Fachteam und Bolivien. Sie organisiert und leitet den gesamten Aufenthalt, unterstützt bei der Übersetzung und stellt die Finanzierung sicher.
Die gesamte Vorbereitungszeit spendet sie an das Projekt (Wert = CHF 900.-) – ihre Anreise, Unterkunft, die Übersetzung und die Inlandreisen während der Durchführung werden finanziert.

Das Budget 2024 / 2025

Die Gesamtsumme von CHF 13’355.- setzt sich aus folgenden drei Schwerpunkten zusammen:

Finanzierung der Teilnehmenden

Für die Kursteilnehmenden entstehen Kosten für die An- und Rückreise zur Ausbildungsstätte, ihre Unterkunft sowie die Verpflegung während den Kurstagen. Diese Kosten zu decken ist der Grundstein für die Durchführung des Trainings.

BeschreibungAnzahlPreis in CHF / EinheitTotalbetrag in CHF
An- und Rückreise pro Teilnehmer aus dem Norden6015.- pauschal900.-
An- und Rückreise pro Teilnehmer aus dem Osten8275.- pauschal2’200.-
Unterkunft (2 Nächte)13810.- pro Nacht2’720.-
Verpflegung (Getränke)1501.50 Stückpreis225.-
Total6’045.-

Lokale Organisation & Begleitung

Marcos Uzquiano übernimmt die Anmeldungen der Teilnehmenden, stellt die Infrastruktur an den Schulungsstandorten sicher, fungiert als Übersetzer während den Kursen und begleitet den gesamten Einsatz.

BeschreibungAnzahlPreis in CHF / EinheitTotalbetrag in CHF
Teilnehmer & Infrastruktur sicherstellen2025.- / Stunde500.-
Kursbegleitung / Übersetzung6100.- / Tag600.-
Total1’100.-

Schweizer Fachteam

Daniel Aeschbach, Joel Schwendimann, Johannes Lieb und Benjamin Altorfer gehen zusammen mit Sarah Fehr von Animalma für zwei Wochen auf Einsatz. Gedeckt werden ihre Reisekosten und die Unterkunft in Bolivien.

BeschreibungAnzahlPreis in CHF / EinheitTotalbetrag in CHF
Internationale Flüge53 Flüge gesponsert durch AirLink, nur Taxen
2 Flüge à CHF 1’300.-
2’945.-
Inlandtransfer zu Kursorten5150.- / pauschal750.-
Unterkunft1320.- / Nacht1’300.-
Total4’995.-

Die Gesamtkosten von CHF 13’355.- enthalten 10% Reserve und werden via Online-Kampagne auf animalma.org & at-fire.ch finanziert. Eine allfällige Überdeckung fliesst in die Materialbeschaffung für die Feuerwehrleute vor Ort.

«Animalma, @fire und die Jaguares in Bolivien bedanken sich für jede Unterstützung, um dieses wichtige Vorhaben zu realisieren und den Grundstein für eine nachhaltigen Wissensaustausch in der Brandbekämpfung sicherzustellen.»

Unser Bolivien

Unser Bolivien

Die Schönheit Boliviens macht sprachlos – wie hier in Los Yungas.

Unser Einsatzland Bolivien stellt sich vor – mit seinen wunderschönen, aber auch den abgrundtiefen Seiten.

Unsere Herzensheimat

Auf einer Reise durch Südamerika hat unsere Gründerin Sarah Fehr Bolivien kennen und lieben gelernt. Durch einen Freiwilligeneinsatz im Tierreservat Senda Verde wurde ihr Leben auf den Kopf gestellt; seither verfolgt sie mit Leidenschaft ihren Weg im Tier- und Naturschutz mit Animalma.

Bolivien, unser Einsatzland, gehört sowohl in der Tier- sowie auch in der Pflanzenwelt zu den Ländern mit der höchsten Biodiversität weltweit. Darum möchten wir Euch unsere Herzensheimat, seine natürlichen Schätze, aber auch deren Bedrohungen hier vorstellen und näherbringen.

Der Überblick

Bolivien wird oft als Herz von Südamerika bezeichnet, denn es liegt zentral zwischen Peru, Paraguay, Chile, Argentinien und Brasilien auf dem südamerikanischen Kontinent.

12 Millionen Einwohner leben in dem rund 1’000’000 km2 grossen Land (ca. 26 Mal die Fläche der Schweiz). Die bolivianische Bevölkerung ist vielfältig und ein bunter kultureller Mix aus Indigenen (Quechua, Aymara, Chiquitanos, Guaraní, Moxos), „mestizos“ (teils indigener & teils europäischer Herkunft aus der Kolonialzeit), Weissen und Afrobolivianern.

Die 36 offiziellen Landessprachen und die in der Verfassung definierte Bezeichnung „plurinationaler Staat“ stehen sinnbildlich für das vielschichtige und dadurch auch oft komplexe Zusammentreffen unterschiedlichster Kulturen.

Wo verschiedene Ökosysteme aufeinandertreffen, findet sich eine unglaubliche Artenvielfalt. In Bolivien sind das die majestätischen Andenberge und der immergrüne Amazonas, die eine äusserst diverse Tier- und Pflanzenwelt kreieren.
Neben unglaublichen 17’000 Pflanzenarten wurden bisher 389 Säugetiere, 1435 Vogelarten, 908 Fische, 313 Reptilien, 251 Amphibien und 13’719 Insektenarten gezählt.

In den Höhen der Anden leben Lamas, Alpakas und Vicuñas, aber auch Andenfüchse, Kondore, Flamingos und viele weitere Tierarten. Der Lebensraum des Brillenbären – die einzige Bärenart in Südamerika – erstreckt sich von den hohen Bergen über die Bergnebelwälder bis runter in den Amazonas.

Im grössten verbliebenen Regenwald der Erde sind die Jaguare an der Spitze der Nahrungskette und sorgen für Balance innerhalb des Ökosystems.
In den Bäumen finden sich diverse Papageienarten, Tukane, Faultiere und unterschiedliche Primaten und am Boden sowie in den Gewässern leben Kaimane, Flussdelfine, Riesenotter, Capybaras, Piranhas – um nur einige zu nennen.

Obwohl rund 15% der Landesfläche in Bolivien zu Schutzgebieten und Nationalparks erklärt wurde, ist diese wunderbare Artenvielfalt gefährdet.

Fotos von Kristi Odom, Maxine Lister & Noelia Chalfoun

Die Herausforderungen

Fleisch, Feuer und Kokain

Mit 6.7 Millionen Quadratkilometern ist der Amazonas der grösste verbliebene Regenwald der Erde und nicht nur Zuhause von unzähligen Tierarten und indigenen Völkern, sondern auch direkt mit dem Weltklima verbunden.
Er ist durch Abholzung und Brandrodung gefährdet – so auch in Bolivien. Das Land beherbergt 6.6% des Amazonas – das klingt nach wenig, umfasst aber stolze 442’200 km2, sprich das 10-fache der Schweiz.

Die zerstörten Flächen werden einerseits als Weideland für Rinder genutzt oder als Soja-Plantagen, deren Ernten zurück in die Nutztierhaltung fliessen. Hinzu kommen grosse Coca-Plantagen, die dem Erdreich sämtliche Nährstoffe entziehen. Die Pflanzen werden in Laboren tief in den Wäldern Boliviens zu Kokain verarbeitet und über Schmuggelrouten in die ganze Welt verteilt.

Bolivien belegt im Jahr 2022 zum dritten Mal in Folge den dritten Platz im Verlust von tropischem Urwald weltweit, 10% von den verlorenen 41’000 km2 an Primärwald. Gleichzeitig steigt der Export von Rindfleisch – insbesondere nach China – jährlich, von 2019 zu 2020 beispielsweise um 299%.

Illegaler Wildtierhandel, Korruption & Armut

Der illegale Wildtierhandel ist die viertgrösste kriminelle Machenschaft weltweit mit einem geschätzten Umsatz von USD 9 – 23 Milliarden und wird einzig vom Drogen-, Plagiats- und Menschenhandel getoppt. Neben der lokalen Nachfrage in Südamerika erzielen insbesondere bereits gefährdete Tierarten hohe Umsätze in den internationalen Zieldestinationen Nordamerika, Europa und Asien. Die Tiere werden als exotische Haustiere gehalten oder Teile von ihnen in Ritualen, „traditioneller Medizin“ oder als bushmeat konsumiert.

Der Handel mit Wildtieren ist oft mit anderen kriminellen Aktivitäten verknüpft und wird von Korruption und Armut getrieben – so auch in Bolivien. Die Produktion von Kokain gibt dem illegalen Tierhandel in Bolivien einen besonderen Twist, denn Kokainlabore liegen tief verborgen in den natürlichen Lebensräumen vieler begehrter Tierarten. Eigene Flugzeuge, Landebahnen und die bereits vorhandenen Schmuggelrouten werden neben dem Drogenhandel auch gleich für die Aus- und Durchfuhr von Wildtieren verwendet.

Besonders betroffen in Bolivien sind Vögel (diverse Papageienartige), Primaten, Andenbären, Kaimane, Vicuñas und Jaguare – bei Letzterem werden die Reisszähne in China als Fruchtbarkeitselixier gehandelt.

Gold, Gold, Gold

Der illegale Raubbau von Gold zulasten der Umwelt ist neben anderen südamerikanischen Ländern auch in Bolivien harte und oft verheimlichte Realität. Flüsse mitten in Naturschutzgebieten werden mit Quecksilber verseucht, indigene Völker erkranken und sind Erpressung, Gewalt und Profitgier ausgesetzt. Einer mächtigen, korrupten Minenlobby stehen Aktivisten und Ranger gegenüber.

Eine heimlich gemachte Aufnahme eines Aktivisten von illegalem Goldabbau im bolivianischen Amazonas

Die Hoffnung

Erschütternde Zahlen und Fakten beherrschen die vorhergegangenen Absätze. Aber solange diese einzigartigen Ökosysteme trotz all den Challenges nicht komplett zerstört sind, gibt es Hoffnung. Die jungen Generationen Boliviens gehen für die Natur auf die Strasse. Es gibt vor Ort unglaublich inspirierende Persönlichkeiten, die sich mit aller Kraft gegen die Profitgier und für den Erhalt dieses Naturparadieses einsetzen; wie Vicky Ossio & Marcelo Levy von Senda Verde, Ranger & Aktivist Marcos Uzquiano, Indigena-Schützerin Ruth Alipaz, Tierärztin Carla „Carlita“ Prudencia und viele mehr.

Animalma trägt diese Hoffnung und diesen Kampf von der Schweiz aus mit. Mit unseren Kampagnen helfen wir Tier- und Naturschützern an vorderster Front bei der Rettung und Pflege von gewilderten Tieren, Waldbrandbekämpfungen und unterstützen gefährdete Naturschutzgebiete. Wir sind regelmässig vor Ort, besuchen unsere Projekte, leisten Soforthilfe bei Notfällen und wollen eine Stimme für Bolivien sein. Unsere Botschaft:

Sei Teil unserer Mission, indem Du unsere Projekte unterstützt:

Boliviens Natur schützen

Entsenden von Löschtrupps und Tierärzten in Krisengebiete, präventive Massnahmen gegen Waldbrände, Hilfe für die Ranger der Naturschutzgebiete und vieles mehr enthält unser Naturschutzprojekt.

#SOSSendaVerde

Seit der Corona-Pandemie unterstützen wir das Tierreservat Senda Verde bei der Grundversorgung (Futtermittel & medizinische Versorgung) der 1000 Wildtiere im Reservat.

Quellen & weiterführende Informationen

Vorstellung Boliviens für Kinder (& Erwachsene): https://www.kinderweltreise.de/kontinente/suedamerika/bolivien/daten-fakten/steckbrief/

Fakten zum Amazonas: https://www.wwf.ch/de/wo-wir-arbeiten/amazonas-kronjuwel-der-weltnatur

Biodiversität & Ökosysteme in Bolivien: https://www.researchgate.net/publication/329625697_Biodiversity_in_Bolivia_Selected_Countries_in_the_Americas_and_Australia

Bericht zum illegalen Wildtierhandel vor Ort: https://www.iucn.nl/app/uploads/2021/04/an_assessment_of_wildlife_poaching_and_trafficking_in_bolivia_and_suriname1.pdf

Abholzung & Fleischexport: https://research.wri.org/gfr/latest-analysis-deforestation-trends & https://trendeconomy.com/data/h2/Bolivia/02

Versicherung für die Ranger des Madidi Nationalparks 2024

Versicherung für die Ranger des Madidi Nationalparks 2024
Drei der 27 Ranger, die dank unserer Hilfe aus der Schweiz weiterhin über eine Unfall- und Todesfallversicherung verfügen.

Zum zweiten Mal helfen wir den Rangern des Madidi Nationalparks mit einer Unfall- und Todesfallversicherung.

Der Madidi Nationalpark im bolivianischen Amazonas ist das artenreichste Naturschutzgebiet weltweit.

Es wird von insgesamt 27 Rangern bewacht; sie stehen im Kreuzfeuer vom illegalen Wildtierhandel, Raubbau (insbesondere Gold und Holz) und Brandrodungen zwecks Fleisch- sowie Kokainproduktion.

Ein gefährlicher, harter Job mitten in der Wildnis und viel zu oft in der Unterzahl.

Der Madidi, sein Erhalt und somit auch seine Ranger sind seit dem ersten Besuch dieses Naturwunders fester Bestandteil unserer Mission geworden.

Dank dem Animalma-Jubiläum 2023, einer Spende aus dem „Team Bolivia“ und zweckungebundenen Zuwendungen konnten wir die Unfall- und Todesfallversicherung für die Ranger des Madidi Nationalparks um ein weiteres Jahr verlängern.

Durch den Gesamtbetrag von CHF 1230.- sind die 27 Ranger per März 2024 für weitere 12 Monate versichert, falls ihnen bei ihrer anspruchsvollen Arbeit etwas zustossen sollte.

Die Versicherungsleistung umfasst

  • Tod durch Unfall USD 10’000.-
  • Dauerhafte Teil- oder Vollinvalidität USD 10’000.-
  • Kostenvergütung für Medikamente USD 1’000.-

und kostete USD 51.72 pro Person.

Sie läuft per 01. März 2024 für ein Jahr.

Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass diese Form der Unterstützung im Notfall von immenser Bedeutung ist. Denn bei den Waldbränden Ende 23 hat sich Ranger Alex Nay bei seinen Einsätzen eine schwerwiegende Lungenvergiftung zugezogen und musste wegen weiteren Symptomen in eine Spezialklinik verlegt werden. Es wurde eine Herzrhythmusstörung (Bradykardie) festgestellt.

Seine Grundversicherung deckte diverse Abklärungen und Medikamente nicht, die somit von der von uns abgeschlossenen Unfallversicherung übernommen wurde.

Alex geht es inzwischen wieder besser und er kann seit Februar wieder auf Patrouille gehen.

Er bedankt sich ganz herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern von Animalma für die Hilfe aus der Ferne in dieser schwierigen Zeit. Seine Geschichte zeigt und bestätigt, dass unsere Hilfe ankommt.

Wir danken allen Gästen des Animalma-Festes 2023, dem Gotti von Janine Brechbühl sowie weiteren anonymen Spender*innen, die uns ihren Beitrag ohne fixen Zweck zur Verfügung gestellt & diese Hilfe ermöglicht haben.


Dank Euch wissen sich die Ranger & ihre Familien in (mehr) Sicherheit!

Sarah’s Geburi-Kampagne 2024

Sarah’s Geburi-Kampagne 2024

Nach „lieben“ ist „helfen“ das schönste Verb der Welt.

Alle Jahre wieder…

…spendet Sarah ihren Geburtstag für eine gute Sache – natürlich in Bolivien.

Auch dieses Jahr gehen alle Geschenke in Spendenform an ein kleines, aber sehr wertvolles Projekt: ein zentral gelegenes Center für Brandschutzmaterial am Rande des bolivianischen Amazonas (San Buenaventura), das gleichzeitig Freiwillige ausbildet, um im Notfall schnell und effizient zur Stelle zu sein.
Bei Bränden sowie Überschwemmungen in verschiedenen Schutzgebieten (Madidi, Pilon Lajas, EBB) und angrenzenden Regionen kann somit effizient Hilfestellung geleistet werden.

Die Geburispenden werden für folgende Materialien eingesetzt:

  • Löschrucksäcke
  • Waldbrandpaddles
  • Schutzanzüge, brillen, – helme & -handschuhe
  • Atemschutzmasken
  • Macheten und Harken
  • Ausbildungskosten

Bereits letztes Jahr gingen die Geburispenden in dieses Vorhaben, das mittlerweile bereits 58 freiwillige Feuerwehrleute rekrutieren konnte und auch einen offiziellen Namen erhalten hat:

Centro de formación de bomberos forestales voluntarios „Jaguares“ (Ausbildungszentrum für freiwillige Waldbrandbekämpfer „Jaguare“).


Dieses Projekt ist eine private Initiative von Marcos Uzquiano, langjähriger Park Ranger und Naturschutzaktivist. Vorletztes Jahr hat er für seinen unermüdlichen Einsatz von der IUCN den internationalen Preis des Park Rangers erhalten und steuerte einen Grossteil seiner Prämie an dieses Herzensprojekt. Mit der diesjährigen Geburikampagne möchte Sarah ihn dabei unterstützen und sicherstellen, dass das Center weiter wachsen darf. 

Herzlichen Dank für Deine Unterstützung – jeder Betrag zählt!